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Ergänzendes Material zur Grammatikbox 1: Bild-Wortkarten mit Artikel und Plural

  • 15. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die im Unterricht einen großen Unterschied machen.

Zur Grammatikbox 1 arbeite ich deshalb ergänzend mit Bild-Wortkarten, die sich besonders für meine DaZ- und DaF-Lernenden als wertvolle Unterstützung erwiesen haben – aber ehrlich gesagt profitieren alle Kinder davon.

Gerade bei den Artikeln zeigt sich immer wieder: „Der, die, das“ ist kein Nebenbei-Thema.

Für viele Kinder ist es eine echte Hürde.



Warum ich mit Symbolen arbeite

Auf den Karten steht nicht nur das Wort mit dem bestimmten Artikel und der Pluralform.

Jeder Artikel ist zusätzlich mit einem festen Symbol verknüpft:


◻ Quadrat = der

◯ Kreis = die

△ Dreieck = das


Diese visuelle Zuordnung hilft enorm beim Einprägen.

Kinder erinnern sich oft schneller an das Symbol als an eine abstrakte Regel.

Sie sagen dann zum Beispiel: „Das ist doch ein Kreis-Wort!“

Und genau das ist gewollt. Grammatik wird sichtbar.



Plural bewusst wahrnehmen

Auf jeder Karte ist außerdem die Pluralendung unterstrichen.

Das lenkt den Blick ganz bewusst auf Muster.


Die Kinder beginnen zu vergleichen:

  • Warum heißt es Hosen?

  • Warum heißt es Bälle?

  • Wo höre ich ein -e, wo ein -en?


So wird Pluralbildung nicht auswendig gelernt, sondern entdeckt.



Wie ich die Karten einsetze


Die Bild-Wortkarten sind kein isoliertes Zusatzmaterial, sondern eng mit der Arbeit an der Grammatikbox verbunden.

Wenn ein Kind beispielsweise an Nomen arbeitet, kann es mit den Karten:

  • Artikel sortieren

  • Singular und Plural zuordnen

  • Wörter nach Symbolen sammeln

  • eigene Beispiele ergänzen

  • oder kleine Spiele im Partnerteam durchführen


Besonders schön ist es, wenn Kinder beginnen, selbst Muster zu formulieren.

Im Kreis höre ich dann Sätze wie:„Viele Kreis-Wörter haben -en im Plural.“

Das sind Momente, in denen Grammatik wirklich verstanden wird.



Unterstützung für DaZ – Gewinn für alle

Gerade für mehrsprachige Kinder bieten die Symbole eine wichtige Orientierung.Sie entlasten das Arbeitsgedächtnis und schaffen Sicherheit.

Aber auch starke Kinder profitieren.Denn Struktur hilft beim Systematisieren.

In meinem inklusiven Unterricht bedeutet Differenzierung nicht: anderes Material.

Sondern: unterschiedliche Zugänge zum gleichen Lerngegenstand.

Die Bild-Wortkarten sind genau so ein Zugang.



Grammatik begreifbar machen

Mein Ziel ist es nicht, dass Kinder „der, die, das“ auswendig können.

Mein Ziel ist, dass sie Strukturen erkennen.

Dass sie merken: Sprache hat Muster. Und ich kann sie entdecken.

Die Bild-Wortkarten sind dafür ein kleiner, aber sehr wirkungsvoller Baustein.



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