Lernen Inklusiv.
Arbeitsweise von Lernen Inklusiv
Lernen Inklusiv beschreibt eine Arbeitsweise,
die individuelles Lernen ermöglicht,
ohne den gemeinsamen fachlichen Rahmen zu verlieren.
Kindertexte sind der Ausgangspunkt allen Lernens.
Lernen Inklusiv beschreibt eine Arbeitsweise,
die individuelles Lernen ermöglicht,
ohne den gemeinsamen fachlichen Rahmen zu verlieren.
sprachliche Muster
Strategien
Unsicherheiten
Strukturen
Ausgangspunkt: Freies Schreiben - selbstverfasste Texte

Diagnose im Unterrichtsalltag
Diagnose ist Teil des Unterrichts – kein zusätzlicher Schritt.
In Lernen Inklusiv entsteht Diagnose fortlaufend im Unterrichtsalltag.
Sie basiert auf dem genauen Beobachten von Sprache im Gebrauch.
Lehrkräfte beobachten:
-
Texte und sprachliche Äußerungen
-
sichere Strukturen und Unsicherheiten
-
individuelle Strategien
-
Fragen, die sich aus dem Tun der Kinder ergeben
Diagnose dient dabei nicht der Bewertung,
sondern der Planung nächster Lernschritte.
Auf ihrer Grundlage werden Aufgaben, Materialien und Gesprächsanlässe ausgewählt.
Individuelle Lernwege
Kinder lernen nicht zur gleichen Zeit am gleichen Thema.
Unterschiedliche Lernstände, Erfahrungen und Entwicklungsverläufe führen dazu,
dass Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten
an unterschiedlichen sprachlichen Phänomenen arbeiten.
Lernen Inklusiv ermöglicht:
-
unterschiedliches Tempo
-
unterschiedliche Themen
-
unterschiedliche Arbeitstiefe
Gleichzeitig bleibt Lernen eingebettet in einen gemeinsamen fachlichen Rahmen.
Zentrale Begriffe, grundlegende Strukturen und gemeinsame Routinen sichern Anschlussfähigkeit und Orientierung für alle.
Individuelle Lernwege führen so nicht zur Vereinzelung,
sondern bleiben Teil eines gemeinsamen Lernzusammenhangs.
Offene Aufgaben
Offene Aufgaben schaffen Raum für unterschiedliche Zugänge.
Offene Aufgaben:
-
bieten einen gemeinsamen Ausgangspunkt
-
erlauben verschiedene Lösungswege
-
machen unterschiedliche Arbeitstiefen sichtbar
Auf Grundlage der Diagnose werden Aufgaben und Materialien passgenau zugewiesen.
Nicht alle Kinder bearbeiten dieselbe Aufgabe,
sondern arbeiten an Aufgaben, die zu ihrem aktuellen Lernstand passen
und zugleich fachlich anschlussfähig bleiben.
Forschendes Lernen als Grundhaltung
Lernen Inklusiv versteht Lernen als Denkprozess.
Kinder werden angeregt,
-
Sprache aufmerksam zu beobachten
-
Muster zu entdecken und zu vergleichen
-
Vermutungen zu formulieren
-
ihre Erkenntnisse zu überprüfen und anzuwenden
Sprache wird nicht nur angewendet,
sondern Gegenstand des Nachdenkens.
Grammatik und sprachliche Strukturen werden als Werkzeuge erfahrbar,
mit denen Kinder bewusster schreiben und sprechen können.
Sprachforscherrunden - gemeinsame Lernräume
Gemeinsames Lernen entsteht im Austausch über Sprache.
In Sprachforscherrunden werden individuelle Lernwege zusammengeführt.
Kinder stellen Entdeckungen vor, vergleichen Beispiele
und klären Begriffe gemeinsam.
Sprachforscherrunden ermöglichen:
-
Austausch über unterschiedliche Entdeckungen
-
gemeinsame Begriffsbildung
-
Lernen voneinander trotz unterschiedlicher Themen
Gemeinsames Lernen entsteht hier nicht durch Gleichzeitigkeit,
sondern durch gemeinsame Aufmerksamkeit für Sprache.